Lifting für Luther

Für das Jahr 2015 haben wir, die Kirchengemeinde Nord-Barmbek, ein größeres Bauprojekt geplant: die Sanierung der West- und Südfassade sowie des Kirchenportals der Auferstehungskirche.

Über dem Portal, dem Gesicht der Kirche, befinden sich in der Westfassade Keramikbüsten von Martin Luther und Philipp Melanchthon.

Aber unsere Kirche soll sich nicht nur äußerlich, sondern auch innerlich erneuern. Dies und das 500. Reformations- jubiläum 2017 sind für uns Anlass genug, Martin Luther in den Mittelpunkt unseres Projektes zu stellen und sich mit ihm und der Reformation auseinanderzusetzen. Aus diesem Grund haben wir "Lifting für Luther - die Gesprächsreihe zum Thema Reformation" entwickelt, die von Oktober 2014 bis Oktober 2015 in unserer Gemeinde stattfindet.

Fassadensanierung an der Auferstehungskirche

2015 gibt es an der Auferstehungskirche dieses große Bauprojekt: die Sanierung von Süd- und Westfassade der Kirche mit dem Portal. Die Bauphase hat im Mai begonnen und wird wahrscheinlich im September-Oktober abgeschlossen sein.

Die Auferstehungskirche ist mittlerweile fast 100 Jahre alt, und die Schäden sind so mächtig, dass dringender Handlungsbedarf besteht.

Ein wichtiges Vorhaben also, aber auch ein teures. Derzeit 180.000 € wird die Baumaßnahme kosten. Erfreulich für uns die Tatsache, dass wir auf unsere Anträge auf Förderung mehrere größere Geldzusagen von Stiftungen erhalten haben. Auch sind bereits zahlreiche Spenden für das Projekt eingegangen.

Dessen ungeachtet wird die Kirchengemeinde einen Großteil der Finanzierung aus Eigenmitteln bestreiten müssen. Es fehlt also noch an Geld. Deshalb sind alle Menschen aus Gemeinde und Stadtteil gefordert, denen unsere Kirche am Herzen liegt.

Die Gesprächsreihe zum Thema Reformation

Wir, die Kirchengemeinde Nord-Barmbek, haben uns ab Oktober 2014 etwas ganz Besonderes vorgenommen

Am letzten Donnerstag eines jeden Monats bis Oktober 2015 laden wir um 19 Uhr zu einem spannenden Gesprächsabend in die Auferstehungskirche ein. "Gesprächsreihe zum Thema Reformation": Interessante Gäste lenken den Blick auf Themen, die uns im Alltag, in der Kirchengemeinde und in der Evangelischen Kirche insgesamt bewegen. Gern wollen wir mit Ihnen über diese Themen auch ins Gespräch kommen.

Gespräche u.a. mit EDT-Intendantin Isabella Vertes-Schütter, Pröpstin Astrid Kleist, Pilgerpastor Bernd Lohse und NDR-Moderator Gerd Spiekermann haben bereits stattgefunden.

Die weiteren Termine in der Reihe bis Oktober 2015

Am 25. Juni werden wir mit Claudia Rackwitz-Busse, Konviktmeisterin der Bruder- und Schwesternschaft des Rauhen Hauses, im Gespräch mit Journalistin Misha Leuschen der Frage nach der "Schönheit von Gemeinschaften" nachgehen. Brauchen wir mehr Gemeinschaft? Was braucht es, dass Gemeinschaften uns zusagen, uns stärken und gut tun? Was können wir dafür tun?

Am 30. Juli wird Dr. Henning Scherf, ehemaliger Bremer Bürgermeister, mit Jutta Fugmann-Gutzeit, Diakonie Hamburg, über die "Innenansicht einer Alters-WG: Grau ist bunt" ins Gespräch kommen. Wie sehr prägen uns unsere Vorstellungen über das Alter, das Leben im Alter und das Leben überhaupt? Wie sehr beeinflussen sie unsere gesamte Lebenseinstellung? Stehen wir uns manchmal selbst im Weg? Henning Scherf nimmt uns mit in den Alltag seiner Wohngemeinschaft und lässt uns vielleicht auf ganz neue Ideen kommen, wie das Leben gehen kann.

Am 27. August fragen Bischöfin Kirsten Fehrs und Bürgerschaftsabgeordneter Martin Bill zum Thema "Suchet der Stadt Bestes" nach dem Zusammenspiel und dem Gegenüber von Kirche und Politik. Braucht Politik ein stärkeres Gegenüber, stärkere Impulse und Anfragen, die sich aus dem Glauben heraus ergeben? Muss Kirche sich stärker einmischen oder sich mehr heraushalten aus der Politik?

Am 24. September geht der Journalist Ulrich Stock im Gespräch mit Pastor Bernd Schlüter der Frage nach der Kirchenzugehörigkeit nach. "Kirche ja, aber glauben?" Kirchenzugehörigkeit muss nicht sein. Aber warum eigentlich nicht? Wie gehören Glauben und Kirche zusammen? Gehören sie überhaupt zusammen? Und was mache ich, wenn ich an den Gott der Kirche nicht mehr glauben kann, Kirche als Gemeinschaft aber gut finde?

Am 29. Oktober schließlich, am Vorabend des Reformationstages, liegt ein Jahr "Lifting für Luther" hinter uns - mit sicherlich sehr interessanten und auch unterhaltsamen Menschen und Gesprächen. Dieses soll gefeiert werden, mit schöner Musik und kulinarischen Köstlichkeiten. Der Festvortrag von Mönch Marian Reke aus dem Kloster Königsmünster lenkt den Blick auf das Ganze des Christentums und hält Ausschau nach einem interreligiösen Zusammenspiel aller Konfessionen und Religionen.

Unser Bogen ist also weit gespannt, an jedem Gesprächsabend sind alle Besucher eingeladen, sich mit ihren Gedanken einzubringen, Fragen zu stellen, mit den Referenten ins Gespräch zu kommen und anschließend auf der Orgelempore bei einem Imbiss mit Wasser und Wein den Abend ausklingen zu lassen, miteinander auf dem Weg zu einer "gelifteten" Kirche, außen und hoffentlich auch innen, mit einem lebendiger gewordenen Glauben.

 

Die Sanierung der West- und Süd-Fassade in Bildern