Taufe

Ich möchte selbst getauft werden oder mein Kind taufen lassen. Wie geht das?

Wenn du dich für die Taufe interessierst, melde dich gerne bei uns Pastorinnen. Wir besprechen, wie die Taufe gestaltet werden kann und bei welcher Gelegenheit und an welchem Ort getauft werden soll. Wir überlegen außerdem, ob sich nahe Menschen beteiligen möchten. 

Kontakt: Pastorin Anna Albers

anna.albers@kirche-nord-barmbek.de

Tel: 0155 661 596 35

Pastorin Sinia Katzmann

sinia.katzmann@kirche-nord-barmbek.de

Tel: 0176 559 727 55

Für die Taufanmeldung brauchen wir eine Geburtsurkunde sowie ein Formular zur Anmeldung, dass wir beim Taufgespräch gemeinsam ausfüllen. Außerdem kannst du dir schon im Vorhinein einen Taufspruch aussuchen: das ist ein Bibelvers, den du entweder in der Bibel selbst gefunden hast, oder du schaust einmal auf www.taufspruch.de.

Was bedeutet die Taufe?

Die Taufe ist (neben dem Abendmahl) in unserer Kirche ein Sakrament – das heißt, wir feiern Taufe, weil wir glauben, Jesus Christus uns selbst dazu berufen hat. Taufe ist ein Augenblick, in dem Gottes Gnade sichtbar und fühlbar zugesagt wird. Gott meint genau dich: du bist als Person im Mittelpunkt. 

Die Taufe ist einmalig. Sie wird nicht wiederholt. Wir feiern aber immer wieder Tauferinnerung: Im Gottesdienst, zu Tauferinnerungsfesten, bei vielen Gelegenheiten erinnern wir uns nach der Taufe gegenseitig daran, dass wir getauft sind. 

Die Taufe ist außerdem der Beginn der Mitgliedschaft in unserer Gemeinde. Ab diesem Moment gehörst du dazu. 

Wer kann getauft werden?

Wir taufen alle Menschen, die getauft werden möchten. Bei Babys und kleinen Kindern entscheiden das stellvertretend die Eltern. Je größer ein Kind ist, desto mehr Mitspracherecht hat es natürlich – wir taufen niemanden gegen seinen oder ihren Willen – auch keine Kinder. Wichtig ist darum, dass du die Taufe mit deinem Kind besprichst. Wir können dafür auch gern einen Termin vereinbaren und die Taufe vorher besprechen und etwas üben. Wenn du als jugendliche Person getauft werden möchtest, bietet sich vielleicht eine Gelegenheit im Rahmen der Konfi-Zeit. Übrigens brauchst du ab 14 Jahren keine Erlaubnis mehr von deinen Eltern für die Taufe – dann bist du nämlich religionsmündig. Als erwachsener Mensch melde dich gern bei uns Pastor*innen und wir überlegen, ob du vor der Taufe noch etwas von uns brauchst: einen Glaubenskurs, Gespräche, Buchtipps oder Ähnliches. 

Wofür braucht es Pat*innen?

Das Patenamt ist etwas sehr Besonderes. Oft werden Menschen dafür angefragt, die für die Eltern des Täuflings oder für den Täufling sehr wichtig sind. Sie werden gebeten, Pat*innen zu werden, in der Hoffnung, dass sie das Kind im Aufwachsen begleiten und ansprechbar sind für existenzielle Fragen – auch für die Frage nach Gott. 

Dabei kann die Aufgabe von Pat*innen ganz unterschiedlich aussehen: Sie können für den Täufling beten und Gott, gemeinsam kleine Feste zum Tauftag feiern oder eine wichtige Bezugsperson neben den eigenen Eltern im Aufwachsen werden. 

Das Patenamt können übrigens auch Christ*innen anderer Konfessionen in unserer Kirche übernehmen. Sprich uns dazu gerne beim Taufgespräch an. 

Beachte bitte außerdem, dass Pat*innen nicht automatisch die Versorgung ihrer Patenkinder übernehmen, wenn die Eltern dazu nicht mehr in der Lage sind. Dafür braucht es weitere Vorkehrungen. 

Müssen wir als Eltern Kirchenmitglieder sein? 

Normalerweise ist es so, dass mindestens ein Elternteil Mitglied der evangelischen Kirche ist, wenn auch das Kind getauft werden soll. Warum sollten Eltern etwas für ihr Kind wünschen, was sie selbst für sich nicht möchten? Solltest du kein Kirchenmitglied sein und sich trotzdem die Taufe für dein Kind wünschen, sprich uns trotzdem gerne an! Vielleicht kommt ein gemeinsames Tauffest für dich und dein Kind in Frage? Oder wir besprechen die Dinge, die dich zu einem Kirchenaustritt bewogen haben und überlegen, ob eine Taufe für dein Kind trotzdem das richtige ist. 

Wie sieht ein Taufgottesdienst aus?

Das ist ganz unterschiedlich. Es gibt verschiedene Gottesdienstformen, in denen wir Taufe feiern: mal ganz klassisch im Sonntagsgottesdienst, mal in der Osternacht im Kerzenlicht, mal unter freiem Himmel im Stadtparkgottesdienst. Beim Taufgespräch können wir zusammen überlegen, was für dich passt. 

Auch bei der Gestaltung sind viele Dinge möglich: Möchte eine Patin ein Gebet übernehmen, will ein Opa auf der Gitarre ein Lied für alle spielen? Super. Je mehr Menschen den Gottesdienst gestalten, umso schöner! Es ist aber ebenso in Ordnung, wenn ihr den Taufgottesdienst genießen wollt, ohne euch zu beteiligen. Vielleicht mögt ihr euch dann im vorhinein ein passendes Lied für den Gottesdienst aussuchen oder die Taufkerze selbst gestalten – so kann man sich ebenso einbringen. 

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