2019 - Ein Jahr des Übergangs für unsere Gemeinde

Mit dem 1. Januar 2020 werden wir mit unserer Nachbargemeinde St. Bonifatius eine Gemeinde sein, und im Mai 2020 feiern wir dann das hundertjährige Bestehen der Kirchengemeinde Nord-Barmbek. Beides zusammen ist ein großes Ereignis! In gemeinsamen Sitzungen beider Kirchengemeinderäte werden wir in diesem Jahr Neues entwickeln und kritisch auf unser bisheriges Tun schauen.

Ein großer Einschnitt wird in diesem Jahr die Verabschiedung von unserer Kirchenmusikerin Irene Otto sein. Am 29. September 2019 werden wir am Erntedanksonntag ihren Abschied begehen. Nach 29 Jahren Ihrer Tätigkeit hier!

Blicken wir zurück auf 100 Jahre Kirche am Tieloh, so schauen wir auf viele Um-, Ab- und Aufbrüche. Wie gut haben die Gründer der Gemeinde den Namen der Kirche gewählt: Auferstehungskirche! Viele Auferstehungen hat unsere Gemeinde erlebt. Gefragt wurde immer
nach dem, was wir aus dem Geist Jesu Christi lernen können, was uns hilft und Kraft gibt, Neues zu wagen und neu zu beginnen. Im Gebet Kraft zu empfangen, ist das, was wir sonntäglich im Gebet wünschen und erleben dürfen. Ein Gebet von Irenäus von Lyon gefällt mir gut. Er betet:

„Lass dich formen: Mensch, du bist ein Werk Gottes.
Erwarte die Hand deines Künstlers,
die alles zur rechten Zeit macht;
zur rechten Zeit für dich, der du gemacht wirst.
Bring ihm ein williges Herz entgegen
und bewahre die Gestalt, die der Künstler dir gab.“

Was brauchen wir wirklich? Was brauche ich wirklich? Aus welcher Quelle möchte ich schöpfen und was darf ich geben, um das Leben zu bereichern? Fortschritt, nennt Rainer Maria Rilke dieses Tun, wenn wir uns immer tiefer in das Geheimnis Gottes begeben, den er den Namenlosen nennt. „Immer verwandter werden mir die Dinge und alle Bilder angeschauter,“ sagt Rilke. Darauf freue ich mich, wenn wir in diesen Monaten des Frühjahrs die Aufbrüche Jesu bedenken und feiern und dabei Neues entdecken für uns selbst und unsere Gemeinde. Gerne auch mit Ihnen!

Ihr Pastor Hanno